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Nationales Projekt

Projekt: Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität: Eine systemische Analyse der Perspektiven in Deutschland bis 2035

Auftraggeber: Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf
Laufzeit: 8/2016 - 1/2019
Partner: M-Five (Leitung), Fraunhofer ISI

Ziel des Projektes ist die Analyse der Beschäftigungseffekte nachhaltiger Mobilität in Deutschland bis 2035. Nachhaltige Mobilität ist ein politisches Ziel, welches von den meisten gesellschaftlichen Gruppen unterstützt wird. Da der Mobilitätssektor, bestehend aus Produktion und Verkehrsdienstleistungen, in Deutschland zu den Sektoren mit der größten Beschäftigungswirkung gehört, sollte jeder strukturelle Wandel auch auf seine Wirkung auf die Beschäftigung untersucht werden.

In den nächsten beiden Dekaden wird sich Mobilität deutlich wandeln. Treiber liegen in der Politik, der Technologie und dem Wandel des Verhaltens begründet. Die Politik hat ambitionierte Ziele für den Klimaschutz in Deutschland und Europa gesetzt. Diese können nur erreicht werden, wenn der Verkehrssektor sich verändert, weniger Energie verbraucht und sich von der Nutzung fossiler Energieträger verabschiedet. Deswegen findet das Ziel einer geänderten Modalwahl hin zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern, wie der Bahn und dem ÖPNV, politische Unterstützung, aber auch das Ziel die Marktdiffusion der Elektromobilität im Straßenverkehr zu forcieren. Technologischer Wandel vollzieht sich z.B. beim Rückgang der Bedeutung des Verbrennungsmotors und der zunehmenden Elektrifizierung des Straßenverkehrs, aber auch bei der Diffusion von Fahrerassistenzsystemen bis hin zum vollständigen autonomen Fahren von PKW und LKW. Substanzielle Verhaltensänderungen betreffen z.B. die gesteigerte Attraktivität und Nutzung von Sharing-Angeboten in der Mobilität aber auch die Akzeptanz der vorgenannten neuen Technologien.

Zentrale Elemente des Projektes sind ein im Dialog definiertes Leitbild nachhaltiger Mobilität, sowie darauf aufbauend zwei mögliche Szenarien nachhaltiger Mobilität, die bis zum Zeithorizont 2035 erreicht werden.
  • Multi-Modalität-2035: Das Szenario in dem durch Stärkung der Bahn im Nah-und Fernverkehr, von Sharing-Angeboten mit (Elektro-) PKW und Fahrrädern Multi-Modalität zum dominanten Mobilitätsverhalten im Personenverkehr wird.

  • E-Straße-2035: Das Szenario im dem der Straßenverkehr nahezu vollständig elektrifiziert wird und weiter das Mobilitätsverhalten dominiert bei gleichzeitig gestärktem Umweltverbund.

Mit der Analyse der Szenarien sollen fünf forschungsleitende Fragen beantwortet werden:
  • Sind verschiedene Szenarien nachhaltiger Mobilität denkbar?

  • Wie verschiebt sich die Beschäftigung in einem bahn-dominierten Szenario?

  • Wie sieht die zukünftige Beschäftigung in einem E-Mobilitäts Szenario aus?

  • Entsteht durch nachhaltige Mobilität eine andere regionale oder sektorale Verteilung der Beschäftigung als heute?

  • Welchen Einfluss hat nachhaltige Mobilität auf die Gesamtbeschäftigung?

Diese Fragen sollen durch Anwendung eines Multi-Methoden-Mixes quantitativ beantwortet werden. Ausgangspunkt ist die Beschäftigungssituation im Jahr 2015. Beide Szenarien werden bis 2035 fortgeschrieben und die Beschäftigungswirkung mit (1) einem regionalen Kreismodell, (2) einem Input-Output-Ansatz, und (3) dem makro-ökonomischen Modell ASTRA analysiert. Die erste Methode deckt die regionale Differenzierung ab, während die zweite Methode durch ihre tiefe sektorale Gliederung besticht, und die dritte Methode die Dynamik volkswirtschaftlicher Wechselwirkungen und die Politik-Sensitivität leistet.

M-Five leitet das Projekt und entwickelt die Szenarien sowie das regionale Kreismodell und führt die Analyse der Beschäftigungswirkung mit dem ASTRA-Modell durch. Außerdem verantwortet M-Five die Synthese und die Formulierung von Handlungsempfehlungen.

Im Laufe des Projektes werden mehrere Arbeitspapiere erstellt, die Sie hier runterladen können.

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